Die Kraft des Geistes befähigt und sendet zum Zeugnis für Christus

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Wer sich in Freiheit für ein Leben als Kind Gottes entscheidet und unter den Zeichen der Handauflegung und Salbung mit Chrisam um Gottes Geist bittet, erhält in der Firmung die Kraft, Gottes Liebe und Macht in Wort und Tat zu bezeugen. Seiner Seele wird ein unverlierbares Siegel aufgeprägt. Er ist nun ein vollgültiges, verantwortliches Mitglied der Katholischen Kirche, dem die Gabe des Heiligen Geistes, die Kraft von oben verliehen ist. In dieser Kraft macht der gefirmte Mensch die Gnade seiner Taufe durch sein Leben wahr und ist Zeuge für Christus. Die Firmung vollendet so die Taufe (vgl. YouCat 203, 205).

Die Firmanden wählen sich einen Firmnamen: Namen von Heiligen oder Seligen, die ihnen als Leitbilder für ihr Leben dienen. „Auf Namen, die lediglich attraktiv klingen oder wegen der Beziehung zu einem bekannten Menschen genommen werden, muss verzichtet werden", erklärt Weihbischof Dr. Matthias Heinrich, der am 2. Juni um 18 Uhr in der Rosenkranz-Basilika die Firmung spenden wird. Sinnvoller ist es dann, den Taufnamen zu wählen.

Der Firmpate (männlich/weiblich) muss mindestens 16 Jahre alt sein. Weihbischof Matthias weist darauf hin: „Der Pate soll den Firmbewerber in Fragen des katholischen Glaubens unterstützen und als zusätzlicher Ansprechpartner dienen. Er muss deshalb katholisch getauft und auch gefirmt sein und sollte lebendigen Kontakt zu seiner Gemeinde haben. Daher können evangelische Christen bzw. Ungetaufte das Patenamt nicht ausüben. Es ist schön, wenn der Taufpate auch Firmpate ist, um so die enge Verbindung von Taufe und Firmung durch den Patendienst deutlicher zu machen.

Entgegen der früheren Ordnung dürfen die Eltern des Firmbewerbers das Patenamt nicht ausüben, weil sie ohnehin die erste Verantwortung haben und der Patendienst in besonderer Weise bei einem Ausfall der Eltern zum Tragen kommt. (...) Der Pate soll ein Vertrauensverhältnis zum Firmbewerber haben und auch bereit sein, den Gefirmten auf seinem kath. Glaubensweg zu unterstützen."

Eine wichtige Unterstützung der Gefirmten ist das Gebet für sie, z. B.: „Gütiger Gott, stärke und bewahre, was du in N.N. gewirkt hast. Erhalte die Gaben des Hl. Geistes in seinem Herzen, damit er vor aller Welt Christus, den Gekreuzigten, bekennt, ihn liebt und seine Gebote erfüllt. Amen." (Aus der Firmliturgie).

Firmpaten können auch um die Erneuerung ihrer eigenen Firmgnade beten und sich so auf ihren Dienst vorbereiten. Das Gotteslob bietet dazu ein Gebet auf Nr. 52,5 an: „Herr unser Gott, du hast mir im Sakrament der Firmung die Kraft des Geistes Christi geschenkt, der auf geheimnisvolle Weise die Kirche heiligt und eint. Ich soll vor der Welt Zeugnis geben von der Botschaft Christi und von seiner Liebe, von seinem Tod und seiner Auferstehung. Hilf mir, ein lebendiges Glied der Kirche zu sein, damit ich in ihr dich verherrliche durch Christus im Heiligen Geist. Hilf mir, unter der Führung des Geistes allen Menschen zu dienen, so wie Christus es getan hat, der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes in Ewigkeit. Amen."

Kaplan Hubert Bodenmüller

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