Einkehrtag in der Huysburg in Sachsen-Anhalt

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Allen erweise man die angemessene Ehre,

besonders den Brüdern im Glauben und den Pilgern.

(Regel des Hl. Benedikt, 53, 2)


Einkehrtag in der Huysburg in Sachsen-Anhalt


Einmal im Jahr macht die Vinzenzkonferenz von St. Bernhard einen zweitägigen Ausflug mit dem Ziel der Einkehr und Meditation unter der religiösen Betreuung durch Herrn Pfarrer Patzelt von der Gemeinde St. Antonius in Babelsberg. Frau Dr. Eva Ritter oblag die Planung und Durchführung.

Die Huysburg liegt ca. zehn km von Halberstadt entfernt, in der Nähe befindet sich der Ort Dingelstedt. Aus Berlin waren wir 19 Teilnehmer, sechs Personen stießen aus Leipzig bzw. Dresden dazu. Die Busfahrt dauerte ca. drei Stunden, bis wir schließlich auf dem 300 Meter hoch gelegenen Gelände der Huysburg eintrafen. Es gibt dort einen Wohntrakt, das so genannte Ekkehardhaus, wo wir alsbald unsere geräumigen Zimmer, bestens ausgestattet, bezogen.

Der Abendablauf setzte sich folgendermaßen zusammen: Betrachtung und Auslegungen zur Hl. Eucharistie als erstem Punkt der Meditation. Wir gingen dann in die wunderschöne Barockkirche, wo wir mit den Benediktinermönchen die Komplet sangen.  Es war der Gedenktag der Hl. Theresia von Avila. Danach gingen wir in den Speisesaal, wo uns Bruder Jakobus begrüßte und wir ein köstliches Abendessen einnahmen. Ein wenig Gedankenaustausch - und dann legten wir uns zur Ruhe. Am Sonnabend (16.10.) mussten wir früh aus den Betten, denn wir sangen in der Kirche die morgendlichen Laudes mit den schönen Texten der Psalmen. Im Anschluss daran feierten wir die hl. Messe im Gedenken an die hl. Hedwig in der Marienkapelle. Nach dem vielfältigen Frühstück nahmen wir Platz in dem im ersten Stock gelegenen Kaisersaal, der mit Gemälden preußischer Herrscher geschmückt ist, um der zweiten Betrachtung zum Punkt "Opferung" durch Pf. Patzelt zu folgen, eine Diskussion schloss sich an. Nach einer kleinen Verschnaufpause bekamen wir das schmackhafte Mittagessen, u.a. eine köstliche Pilz-Sahne-Suppe, serviert. Leider erübrigte sich ein Spaziergang, weil es stark neblig und regnerisch war. Also blieben wir im Haus und sahen den Film "Hildegard von Bingen!" Nun ging es weiter mit unserer dritten kontemplativen Stunde mit dem Schwerpunkt "Wandlung". Unser nächster Treffpunkt war die Marienkapelle, in der wir den freudenreichen Rosenkranz beteten. Daran schloss sich die "Non" an. Wer wollte, sang mit den Mönchen mit. Entsprechende Texte wurden an uns ausgeteilt. Nach dem Abendbrot setzte man sich im Weinkeller noch zu Gesprächen bei Kerzenlicht und Gläserklang zusammen. Nach einer geruhsamen Nacht gingen wir um 8 Uhr zum Frühstück und um 10 zur hl. Messe, dieses Mal mit Bewohnern aus der Umgebung unter Teilnahme von Behinderten. Die Predigt hat uns gut getan. Nun hatten wir das Glück, von Pater Ambrosius nahezu lückenlos über die Geschichte und die baulichen Veränderungen des Klosters bei einem Durchgang informiert worden zu sein. Bis zur Mittagszeit war es noch ein Weilchen hin. Die nun folgende Betrachtung schloss Kommunion und Danksagung ein. Wir hörten im Anschluss eine wunderschön gesungene Messe von Byrd, der im 16. Jh. lebte und wirkte. Nur fünf Solostimmen bewältigten das musikalische Werk. An diesem Sonntag verwöhnte man uns mit einer leckeren Kürbiscremesuppe, Fleisch, Gemüse und Nachtisch. Ein Kaffee stärkte uns für die Rückfahrt. Mit denkbar guten Eindrücken verließen wir die gastliche und fromme Stätte.

Ruth Lejeune-Jung

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