Klinners. Kon(n)ten. Kirche.

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KLINNERS. KON(N)TEN. KIRCHE.

Wann Klinners an die Rosenkranz-Basilika kamen, wissen wohl nur sie selber. Für alle anderen waren sie „immer schon" da: Gisela Klinner als Rendantin der Kirch- und Pfarrkasse; später als Sekretärin im Vorzimmer von Pfarrer Joachim Finke und im Büro von Pfarrer Karl-Heinz Hoefs; zudem als Rendantin der Kindertagesstätte und, gemeinsam mit ihrem Mann Bernhard, als Verwalter des „Seniorenhauses Joseph Deitmer" seit dessen Errichtung 1969.

Msgr. Hoefs notierte einmal, der Kirchenvorstand habe „die Geldmittel der Gemeinde durch Jahre und Jahrzehnte bei Frau Klinner in guten Händen gewusst, zumal das (Erz-)Bischöfliche Ordinariat bei der Rücksendung der geprüften Jahresrechnung immer in höchsten Tönen die sorgfältige Arbeit der Rendantin gelobt und anerkannt hat." Gleiches galt seitens der Caritas für die Rendantur der Kita.

Gisela Klinner, die für ihre zunehmenden Aufgaben einen guten Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst aufgab, war jedoch stets mehr als Buchhalterin, Verwalterin, Sekretärin und „kämpferische" Geschäftsfrau. Mit Bernhard waren beide für Msgr. Finke so gut wie „Tochter und Sohn", die später auch seine und die Pflege seiner Schwester Brigitte übernahmen. Für drei Pfarrer und viele in der Gemeinde war sie in unzähligen Gesprächen, oft noch zu später Stunde, Zuhörerin und Ratgeberin - nie um „ein Wort" verlegen: oft eigenwillig, aber immer zugewandt, wohlwollend, aufbauend und stets absolut loyal.

Bernhard Klinner, viele Jahre Vorsitzender des „Vereins der Freunde der Rosenkranz-Basilika", war zudem Chefredakteur des ausgezeichneten „Pfarrbriefs", der von 1982 bis 1998 jährlich alle Haushalte der Gemeinde über Pfarr-, Orts- und Weltkirche informierte. Man kennt ihn nicht anders als einen stillen Chronisten der Zeitgeschichte: genau, zuverlässig und in allem geistreich und äußerst humorvoll („Gisela, sag doch auch mal was!"). Die Söhne Andreas und Michael waren seit der Erstkommunion und über das Abitur hinaus mit Eifer und Vorbild als
Ministranten und Lektoren „Säulen" der Kinder- und Jugendpastoral. Über 40 von 110 Jahren seit Konsekration der Kirche sind ein gutes Drittel dieser Zeit. Erst mit der Ära Klinner geht nun auch die Ära Msgr. Finkes (der am 11. August 90 Jahre alt geworden wäre) ganz zu Ende. Für Klinners Selbstverständnis war kirchlicher Dienst nicht nur sehr gute Arbeit gegen recht mäßige Entlohnung, sondern darüber hinaus sehr viel Ehrenamt: Ehre, der Kirche zu dienen, vor allem aber: Ehre, Gott zu dienen! Dazu gehören auch (weiterhin) die Dienste der Kommunionhelferin und des Rosenranzvorbeters. Mit einer so langen Zeit geht bisweilen jedoch auch die schmerzliche Erfahrung einher, dass „Spätere" (aus Unkenntnis) ein solches „Familienwerk" nicht (mehr) wertzuschätzen wissen...

Wir haben allen Grund, Klinners für ihre unermesslichen Dienste von Herzen zu danken und der ganzen Familie Gottes Segen zu wünschen. Am Sonntag, dem 24. Juni, möchten wir am Ende der heiligen Messe Gisela und Bernhard Klinner ein Dankeschön überreichen und sie „verabschieden". Möge die Rosenkranzkönigin immer eine schützende Hand über sie halten!

A.N.D.

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