Neue Leiterin der Rosenkranz-KITA

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Liebe Gemeinde, 

mein Name ist Izabela Marcinkowski. Ich bin 34 Jahre alt und seit dem 1. März 2014 die neue Leiterin der Kindertagesstätte der Rosenkranz-Basilika. Wie Sie meinem Namen unschwer entnehmen können, stamme ich aus Polen, lebe aber bereits seit 10 Jahren in Deutschland. 

Aufgewachsen bin ich direkt an der Ostsee in Westpommern, ca. 300 Kilometer von Berlin entfernt. Ich wurde in eine kinderreiche Familie hineingeboren. Als eines der mittleren Kinder habe ich noch drei Brüder und drei Schwestern. 

Eine jüngere Schwester von mir ist aufgrund eines ärztlichen Behandlungsfehlers seit frühester Kindheit körperlich und geistig schwer behindert und wird seit mehr als 30 Jahren von meinen Eltern zu Hause gepflegt. Durch die Pflege meiner Schwester, in die ich ganz selbstverständlich eingebunden wurde, prägte ich schon in Kindheitstagen ein starkes soziales Gewissen sowie einen Sinn für Gerechtigkeit aus. Aus diesem Grund engagierte ich mich im Gymnasium als Schulsprecherin und leistete mehrere Jahre lang nebenbei freiwillig karitative Arbeit in einer Einrichtung für Schwerbehinderte. Die Arbeit dort bereitete mir viele schöne Momente, für die ich sehr dankbar bin. 

Nach dem Bestehen des Abiturs war es für mich deshalb selbstverständlich, einen sozialen Beruf ausüben zu wollen. Aus diesem Grund studierte ich an der Universität Posen Soziale Arbeit und Resozialisierung. Der Liebe wegen zog ich 2004 nach Berlin. Ich lernte hier Deutsch. Da mir die Arbeit mit Kindern sehr große Freude bereitet, entschloss ich mich, in dieser Sparte arbeiten zu wollen. Ich arbeitete als Erzieherin in einer evangelischen Kindertagesstätte und betreute dort eine Krippengruppe. Nebenbei kümmerte ich mich um die staatliche Anerkennung meines polnischen Diploms. Da das Recht in Polen und Deutschland unterschiedlich ist, musste ich die entsprechenden Kurse an der Alice-Salomon-Fachhochschule in Berlin nachholen, um die staatliche Anerkennung als Sozialpädagogin zu bekommen. 

Um die Seele baumeln zu lassen, singe ich gerne im Chor der katholischen Thomas-Morus-Gemeinde in Kleinmachnow. Die Liebe zum weiten offenen Meer treibt mich in der Freizeit immer Richtung Heimat. Als gläubige Katholikin freut es mich, nun in einer katholischen Gemeinde wirken zu können und hier mein Leitbild weitergeben zu können. Mein Leben lang beeindruckt und begleitet hat mich der polnische Arzt und Pädagoge Janusz Korczak. Darum möchte ich auch mit einem Zitat von Korczak schließen: „Ihr sagt: ‚Der Umgang mit Kindern ermüdet uns.' Ihr habt Recht. Ihr sagt: ‚Denn wir müssen zu ihrer Begriffswelt hinuntersteigen. Hinuntersteigen, uns herabneigen, beugen, kleiner machen.' Ihr irrt Euch. Nicht das ermüdet uns, sondern dass wir zu ihren Gefühlen emporklimmen müssen. Emporklimmen, uns ausstrecken, auf die Zehenspitzen stellen, hinlangen. Um nicht zu verletzen

Ihre Izabela Marcinkowski

 

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