Pfr. Heribert Spickenbom

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Im Advent, den wir als Zeit freudiger Erwartung begehen, hat Gott der Herr, am 17.12.2010 im Evang. Waldkrankenhaus in Spandau seinen treuen Diener

Pfarrer Heribert Spickenbom

nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren und im 38. Jahr seines priesterlichen Wirkens in die ewige Herrlichkeit abberufen. Er wurde am 10.08.1943 in Berlin geboren, schon 1944 ist sein Vater im Krieg gefallen. In der Pfarrei Zu den heiligen 12 Aposteln in Berlin-Schlachtensee wuchs Heribert bei seiner Mutter, einer Katechetin, und bei der Großmutter sehr kirchlich orientiert und engagiert auf. Seinen Weg zum Priestertum begann er in Bad Driburg, es folgten das Theologiestudium in Paderborn und Freiburg, schließlich das Pastoralseminar in Berlin. Am 17.03.1973 wurde er von Kardinal Alfred Bengsch in St. Matthias zum Priester geweiht. Wegen der Berliner Mauer kam sein priesterlicher Dienst dann nur in Westberlin in Betracht. Seine Kaplansstellen waren Rosenkranz-Basilika, St. Ludwig, dann Maria Frieden. In diesen Jahren wirkte er auch als Dekanatsjugendseelsorger. Im Dezember 1983 wurde ihm, der an der Seite des betagten Geistlichen Rates Fiebig tätig war, der Pfarrertitel verliehen. Im Februar 1985 erhielt Pfarrer Spickenbom zusätzlich die Aufgabe eines Diözesanrichters beim Konsistorium des Bistums Berlin. 1986 wurde sein Engagement für die Kirche in der afrikanischen Mission, das schon im Praktikum als Diakon (Märtyrer von Afrika) geweckt worden war, von den Augustinerpatres mit dem Titel „Ehren­augustiner" honoriert; wiederholt hatte er Pater Clemens (OSA) in Nordost-Zaire besucht und ihm Hilfe vermittelt. Am 8.2.1987 wurde Heribert Spickenbom in der noch jungen Pfarrei St. Markus, Spandau, als Pfarrer eingeführt, im gleichen Jahr wurde er noch Stellvertreter des Dekans im Dekanat Spandau. Da er weiterhin im Konsistorium tätig war, wurde er 1990 zum Konsistorialrat ernannt. Seine Ernennung zum Diözesanrichter am Konsistorium des Erzbistums Berlin wurde 2009 nochmals verlängert. In St. Markus wuchsen die Aufgaben für Pfarrer Spickenbom in den letzten Jahren durch die Fusionierung mit St. Franziskus in Staaken.

Pfarrer Spickenbom hat die ihm übertragenen Aufgaben in steter Treue wahrgenommen. Die ihm anvertrauten Menschen erlebten ihn als beliebten, freundlichen und hilfsbereiten Seelsorger, die Mitbrüder in seiner großen Zurückhaltung. Schon in der Jugend von Krankheit geplagt, kündigte sich eine schwere gesundheitliche Belastung an, als Pfarrer Spickenbom sich im Jahre 2008 einer Krebsoperation stellen musste. Die Leidenszeit führte im April 2010 zu einer weiteren Operation. Seinen Kampf gegen den Krebs führte er ganz privat, er wollte sich nach außen nichts anmerken lassen. Als die Krankheit ihn auch äußerlich stark zeichnete, war es ihm dennoch wichtig, sein Amt als Pfarrer weiterhin auszuüben, wobei er erkennen ließ, dass er das 25. Ortsjubiläum im Februar 2012 gern mit seiner Gemeinde gefeiert hätte. Zum 1.11.2010 war Pfarrer Spickenbom zeitlich befristet von seinen Pfarraufgaben freigestellt worden, um sich gesundheitlich zu stabilisieren. Jedoch konnte er dann die Kur nicht antreten, denn die Krankheit bemächtigte sich seiner immer mehr. Erneut musste er ins Krankenhaus, in dem er nun sein Leben in die Hand des Herrn zurückgab.

Das Requiem mit Terz feierte Herr Kardinal Georg Sterzinsky für Pfarrer Spickenbom am 29.12.2010 in der Pfarrkirche St. Markus in Spandau. Anschließend folgte auf dem Spandauer Friedhof die Beerdigung. R. i. p.


Karl-Heinz Hoefs (Ordinariatsrat)

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