Religionsunterricht in unserer Pfarrgemeinde

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Die Königin-Luise-Stiftung stellt sich vor

Von Ruth Gördes mit Alexander, Paul und Freddy

Den Religionsunterricht in der Königin-Luise-Stiftung kurz, knapp und umfassend zu präsentieren ist ein Ding der Unmöglichkeit. Religionsunterricht ist so vielschichtig wie das Leben selbst. Wissensvermittlung, religiöse Praxis und Herzensbildung gehen Hand in Hand. Projekte gehören zur Praxis im Religionsunterricht dazu. Wir betreuen ein Patenkind in Togo, packen für "Weihnachten im Schuhkarton", sammeln für die Suppenküche etc. Diese Projekte entstehen im Religionsunterricht. In Realschule und Gymnasium ist er Bestandteil der Fächergruppe Ethik/Religion und als Wahlpflichtfach versetzungsrelevant. Im letzten Schuljahr war es möglich, mit Religionsgruppen Tage religiöser Orientierung durchzuführen, die von der Schulleitung unterstützt wurden, Jetzt, im Advent, denke ich noch oft an die vergangenen Adventstage im Christian-Schreiber-Haus. Einige Schüler haben für das Schuljournal darüber berichtet, die ich Ihnen hier (in Auszügen) nicht vorenthalten möchte, da sie das Erlebte am besten dokumentieren:

Erste Religionsfahrt an der Königin-Luise.... (Von Alexander - Klasse 9c)

Unsere Fahrt ins Christian-Schreiber-Haus nach Alt-Buchhorst vom 24.11. bis 27.11. 2010 war für alle ein großes Erlebnis. Wir haben gelernt, wie es ist, in einer Gemeinschaft zu leben. Wir haben erfahren, wie es ist, zusammen zu arbeiten, zu backen und zu spielen. Die Harmonie zwischen Schülern und Lehrer war ungewöhnlich; wir waren wie eine große Familie - Religion mal anders. Wir haben mehr über Gott erfahren und über die Geschichte des Christentums, hatten Möglichkeiten, unseren Gedanken freien Lauf zu lassen, und jeder konnte über sein Verhältnis zu Gott nachdenken. Für mich war die Fahrt hilfreich, denn z.B. die Meditation am ersten Tag ließ mich nachdenken, und ich konnte mir ein Bild von Gott machen.

Es begab sich aber zu der Zeit... (Von Paul - Klasse 9c)

Das wichtigste religiöse Element der Fahrt war für mich, auch wenn es sehr kurz war, die Meditation am ersten Tag. Sie hatte das Thema: "Gedanken an Gott". Ich überlegte, was Gott für mich ist und was er bedeutet. Ich fand viele interessante Gedanken, die ich in den folgenden Tagen beim Nähen meiner Krippenfigur vertiefen konnte. Die Morgenrunde des nächsten Tages hatte das Thema: "Herz haben".

Dazu hatten wir verschiedene Herzen aus Glas, Stein, Holz oder in Schachtelform, von denen wir uns eines aussuchen sollten. Unsere Gedanken legten wir zusammen mit unserem Herz um die Gruppenkerze. Das fand ich auch toll und im Sinne von Gott "weiterbildend", anhand des Herzens, das ich mir ausgewählt hatte, habe ich über meine guten Taten nachgedacht und überlegt, bei welchen ich davon bewusst von Gott geleitet wurde. Unsere Hauptarbeit aber bestand im Anfertigen einer Krippenfigur. Die Figur, die ich mir ausgesucht hatte, war der Herbergsbesitzer mit seinem Lamm. Ich wählte sie, weil ich sie schön fand, erst später ergab sie für mich einen tieferen Sinn: Ich bin das Lamm und der Herr ist mein Hirte. Gott schickte seinen Sohn als Botschafter, als einen ärmlichen Mann, auf die Erde, doch in ihm war so viel Herzenswärme. Am Ende der drei Tage hatten wir es geschafft; die Krippe war fertig. Wir durften sie in der Foyer-Vitrine der Schule ausstellen, rechtzeitig zum Weihnachtsfest wurde sie jedoch dem St. Gertrauden-Krankenhaus geschenkt.

Die Reise zum Stall (Von Freddy - Klasse 9a)

Besonders schön waren für mich der Krippenbau und das Puppennähen und unsere Meditation am zweiten Tag. Ich fand es erstaunlich schön, einmal in mich zu gehen und nachzudenken. Das tun die Menschen heutzutage viel zu wenig. Ich fand es auch gut, dass wir uns davor eine Puppe und ein Bild aussuchen konnten, welche unsere Stellung zu Gott beschreibt. Beim Meditieren machte ich mir dann Gedanken über das Bild - ich hatte das Bild mit der Figur im Schneidersitz. Auf den ersten Blick habe ich das Bild ausgesucht, weil ich es einfach schön fand, aber dann ist mir aufgefallen, dass es meine Stellung zu Gott gut beschreibt. Ich finde, man sollte mit Gott im Gleichgewicht sein und sich seine eigene Meinung zu ihm bilden. Der Krippenbau: Es hat sich viel Gutes in diesem Projekt vereinigt. Wir haben alles zusammen gemacht; man konnte Fähigkeiten verbessern, mit Freunden reden, sich noch einmal die Weihnachtsgeschichte durch den Kopf gehen lassen und zu guter Letzt auf eine tolle Krippe mit sehr schönen Figuren schauen. Bei unseren Besuchen in der Kapelle spaltete sich meine Meinung. Den ersten Besuch fand ich eher interessant, da die Kapelle ja relativ neu renoviert war und modern aussah. Den zweiten Besuch in der Kapelle fand ich dagegen schön aus zwei Gründen: Es war weniger eine Besichtigung, und Paul hat einen Gottesdienst gestaltet. Besonders gefiel mir, dass immer andere Leute das Gebet gehalten haben, sowas finde ich generell gut. Abschließend kann ich sagen, es war eine schöne Fahrt, bei der ich viele positive Erfahrungen gemacht habe, die ich auch öfters im Alltagsleben einsetzen möchte.

Ruth Gördes ist Religionslehrerin an der Königin-Luise-Stiftung.

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