Pfarrbriefartikel

Bericht aus der "AG Pastorale Räume"

Es hat im Prozess „Pastorale Räume" Bewegung gegeben! Am 12.5.2016 hat der PGR der Idee zugestimmt, mit Hilfe der sog. Gemeindeberatung sowie der Stabsstelle "Pastorale Räume" eine Veranstaltung mit fast allen umliegenden Pfarreien zu organisieren, um sich einen Überblick über den Prozess in den anderen Pfarreien/Räumen zu verschaffen und im Prozess, der bis spätestens Anfang nächsten Jahres in die zweite Phase gehen soll, einen Schritt weiter zu kommen.

Diese Veranstaltung fand am Samstag, den 25.6.2016, vormittags in unserem Pfarrsaal statt. Leider hatte der aus den Pfarreien Herz Jesu Zehlendorf, Zwölf Apostel und Heilige Familie bestehende Raum abgesagt, da man die Teilnahme in diesem großen Rahmen für nicht zielführend hielt. Die Pfarrei Maria unter dem Kreuz war mit einem Vertreter anwesend und die Pfarrei Mater Dolorosa ohne Angabe von Gründen nicht erschienen. Die Pfarrei St. Benedikt hatte vier Vertreter entsandt.. Trotz geringer Resonanz von Seiten der Nachbarpfarreien konnten aber einige Ergebnisse erzielt werden, die nachfolgend näher erörtert werden. Wir werden ergänzend in beiden Kirchen insgesamt 3 Karten aushängen, die diesen Stand auch farblich verdeutlichen.

1. Maria unter dem Kreuz und St. Ludwig befinden sich bereits am Abschluss ihrer sog. Findungsphase und gehen davon aus, dass ihr Zweierraum mit 20.118 Gemeindemitgliedern beim Steuerkreis des EBO genehmigungsfähig ist. Dabei ist nicht unwahrscheinlich, dass diesem Raum noch die Pfarrei Herz Jesu (Charlottenburg) zugeschlagen wird, die sonst allem Anschein nach im Raum Charlottenburg allein dastünde. Für unsere Pfarrei bedeutet dies, dass ein Zusammengehen nach Norden mit diesen beiden Pfarreien keine Option mehr ist.

2. Ein gemeinsamer Raum gebildet aus den Pfarreien Maria Rosenkranzkönigin und St. Benedikt stellt für beide Seiten aufgrund der Homogenität des Raums, der guten Verkehrsanbindungen und der bereits bestehenden pastoralen Aktivitäten, wie z.B. des seit mehreren Jahren gemeinsam durchgeführten Firmkurses, eine realisierbare und unproblematische Option dar. Als Gegenargumente für diese Variante können zum einen die geringe Zahl von 13.069 Mitgliedern und zum anderen, dass es ein Zusammenschluss von nur zwei Pfarreien darstellt, angeführt werden. Hinzu kommt, dass damit die Pfarreien Mater Dolorosa / Vom Guten Hirten (Lankwitz/Marienfelde) mit einer Gemeindemitgliederzahl von "nur" ca. 9.000 nicht integriert wären, was vermutlich nicht im Sinne des EBO ist.

3. Ein Zusammengehen mit den Pfarreien Mater Dolorosa und Vom Guten Hirten am Stadtrand wird aber sowohl von Seiten von St. Benedikt als auch von Maria Rosenkranzkönigin abgelehnt. St. Benedikt hat in früheren Gesprächen eine deutliche Ablehnung von Seiten Mater Dolorosas erfahren und auch die Tatsache, dass Mater Dolorosa sich nicht an dem Treffen am 25.6.16 beteiligt hat, verdeutlicht ein prinzipielles Desinteresse an einer Fusion mit uns. Ferner werden die soziale Spreizung des Raums und die weniger günstige ÖPNV-Anbindung als problematisch angesehen.

4. Eine weitere denkbare Variante, die mit den betreffenden Nachbarpfarreien noch durchdiskutiert werden müsste, wäre die sog. „Kleine Dekanatslösung". Diese würde die Pfarreien Maria Rosenkranzkönigin, St. Benedikt, Herz Jesu Zehlendorf, Zwölf Apostel und Heilige Familie umfassen und einen Raum mit einer Gemeindemitgliederzahl von 31.133 darstellen. Bei dieser Möglichkeit wird neben der Größe des Raums vor allem die Frage der Ausstattung mit Personal- und Sachmitteln als kritisch erachtet. Vorteilhaft bei einem so großen Raum wäre, dass alle bisherigen Standorte in dezentralen Strukturen weiter existieren und dass man z.B. einen eigenen Verwaltungsleiter für den Raum bekommen könnte. Auch könnten Nachfusionen auf Jahre hinaus nahezu ausgeschlossen werden. Für diesen großen Raum sprächen ferner die relative Homogenität in sozialer Hinsicht, die jeweils guten Verkehrsanbindungen sowie die Tatsache, dass bereits in alle Richtungen sehr gute Verbindungen und Austausch bestehen.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass nun einige der theoretisch möglichen Optionen für Fusionen nicht mehr vorhanden sind und sich vielmehr als zu favorisierende Lösung ein gemeinsamer Pastoraler Raum mit St. Benedikt abzeichnet. Ferner werden für den Fall, dass die Gemeindemitgliederzahlen noch nicht den Erwartungen des EBO entsprechen sollten, Sondierungen in der Richtung einer „Kleinen Dekanatslösung" mit Herz Jesu, Zwölf Apostel und Hl. Familie geführt.

Der PGR hat zudem beschlossen, die Mitglieder der Pfarrei in einer Pfarrversammlung voraussichtlich im November dieses Jahres über den Stand der Dinge zu informieren. Ferner würden wir uns freuen, wenn weitere Mitglieder der Pfarrei uns in unserer AG aktiv unterstützen würden. Die Sitzungstermine werden wir in geeigneter Form kommunizieren (Website, Aushänge, Vermeldungen).

Kerstin Keller und Daniel Eckardt


 

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